Wenn die Angst das Leben bestimmt – Psychotherapie bei Angststörungen in Berlin

Eine Hand hält eine andere – Halt und Unterstützung bei Angststörungen, Psychotherapie in Berlin Mitte

Kurz erklärt: Angst gehört zum Leben. Doch wenn Sorgen nicht mehr aufhören, alltägliche Situationen zur Belastung werden oder plötzlich Panik auftritt, kann eine Angststörung dahinterstecken. Psychotherapie kann helfen, Ängste besser zu verstehen, Vermeidungsverhalten zu überwinden und wieder mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen.

Wenn die Angst immer mehr Raum einnimmt

Eigentlich wissen Sie, dass nichts passieren dürfte. Und trotzdem ist da dieses Gefühl. Das Herz schlägt schneller, die Gedanken kreisen, der Körper ist angespannt. Vielleicht befürchten Sie, die Kontrolle zu verlieren, etwas falsch zu machen oder einer Situation nicht gewachsen zu sein.

Manchmal ist die Angst an bestimmte Orte oder Erlebnisse gebunden. Manchmal begleitet sie einen durch den ganzen Tag, ohne dass sich ein konkreter Grund benennen lässt. Und manchmal kommt sie ganz plötzlich, mit einer Heftigkeit, die kaum auszuhalten scheint.

Vielleicht haben Sie längst begonnen, bestimmte Situationen zu vermeiden. Sie nehmen lieber die Treppe als den Aufzug, sagen Verabredungen ab oder fahren nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Andere bemerken davon möglicherweise wenig. Sie selbst aber wissen, wie viel Kraft es kostet, den Alltag um die Angst herum zu organisieren.

Wann wird Angst zur Angststörung?

Angst gehört zum Leben und schützt uns vor Gefahren. Von einer Angststörung spricht man, wenn Ängste übermäßig stark sind, wiederholt oder anhaltend auftreten und den Alltag deutlich beeinträchtigen.

Vielleicht kennen Sie Gedanken wie:

„Was, wenn ich die Kontrolle verliere?“
„Was, wenn ich mich blamiere?“
„Und wenn doch etwas Schlimmes passiert?“

Viele Betroffene wissen durchaus, dass ihre Befürchtungen übertrieben oder wenig wahrscheinlich sind. Trotzdem gelingt es ihnen nicht, die Angst einfach abzuschalten.

Für die Entstehung einer Angststörung gibt es meist nicht die eine Ursache: Persönliche Erfahrungen, belastende Lebensereignisse und erlernte Reaktionen können zusammenwirken.

Eine wichtige Rolle spielt dabei häufig die Vermeidung. Wer einer beängstigenden Situation ausweicht, erlebt zunächst Erleichterung. Gleichzeitig fehlt die Erfahrung, dass die Situation möglicherweise doch zu bewältigen gewesen wäre. So entsteht ein Kreislauf, in dem die Angst immer mehr Raum einnimmt und die eigenen Möglichkeiten zunehmend kleiner werden.

Wenn der Körper Angst bekommt

Angst spielt sich nicht nur im Kopf ab. Zu den häufigen körperlichen Symptomen gehören Herzrasen, Schwindel, Zittern, Atemnot, Druck auf der Brust, Magen-Darm-Beschwerden und Schlafstörungen. Sie können so ausgeprägt sein, dass Betroffene zunächst an eine körperliche Erkrankung denken.

Besonders beängstigend sind Panikattacken. Innerhalb weniger Minuten kann sich die Angst so steigern, dass Menschen glauben, ohnmächtig zu werden, einen Herzinfarkt zu erleiden oder die Kontrolle zu verlieren.

Häufig entsteht danach die Angst vor der nächsten Attacke. Betroffene beobachten ihren Körper immer aufmerksamer und vermeiden Situationen, in denen sie sich ausgeliefert fühlen könnten. So wird aus einer einzelnen Angsterfahrung manchmal eine dauerhafte Angst vor der Angst.

Neu auftretende oder unklare körperliche Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.

Angst hat viele Gesichter – Formen von Angststörungen

Nicht jede Angststörung fühlt sich gleich an.

Bei einer Panikstörung stehen plötzlich auftretende, intensive Angstzustände im Vordergrund. Menschen mit einer Agoraphobie fürchten beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel, Menschenansammlungen oder Situationen, aus denen sie nicht schnell entkommen könnten.

Bei sozialen Ängsten belastet vor allem die Sorge, von anderen negativ bewertet oder abgelehnt zu werden – etwa auch bei Prüfungsangst. Spezifische Phobien beziehen sich dagegen auf bestimmte Auslöser wie Höhen, Tiere oder das Fliegen.

Menschen mit einer generalisierten Angststörung erleben häufig anhaltende Sorgen um ihre Gesundheit, Familie, Arbeit oder Zukunft. Kaum ist eine Befürchtung ausgeräumt, taucht bereits die nächste auf.

So unterschiedlich diese Ängste sind, eines haben sie gemeinsam: Sie können viel Kraft kosten und die persönliche Freiheit zunehmend einschränken.

Wieder Vertrauen in sich selbst gewinnen

In der Psychotherapie geht es zunächst darum, Ihre Angst besser zu verstehen. Wann tritt sie auf? Welche Gedanken begleiten sie? Wie reagiert Ihr Körper? Und was tun Sie, um die Angst möglichst schnell loszuwerden?

Dabei interessiert mich nicht nur, welche Beschwerden Sie haben, sondern auch, was Sie sich für Ihr Leben zurückwünschen.

Die kognitive Verhaltenstherapie bietet wirksame Möglichkeiten, Angststörungen zu behandeln. Gemeinsam betrachten wir die Gedanken und Verhaltensweisen, die Ihre Angst aufrechterhalten, und entwickeln neue Wege im Umgang mit belastenden Situationen.

Ein wichtiger Bestandteil kann sein, sich bislang vermiedenen Situationen schrittweise wieder zuzuwenden. Nicht unvorbereitet oder gegen Ihren Willen, sondern in einem therapeutisch begleiteten Prozess, der neue Erfahrungen ermöglicht.

Dabei kann allmählich das Vertrauen wachsen, dass Angst zwar unangenehm ist, aber nicht zwangsläufig gefährlich – und dass Sie mehr bewältigen können, als Sie vielleicht glauben.

Ein Leben, in dem die Angst nicht mehr entscheidet

Das Ziel einer Psychotherapie ist nicht, nie wieder Angst zu empfinden. Es geht darum, wieder selbst entscheiden zu können, was Sie tun möchten – auch wenn Unsicherheit oder Angst auftauchen.

Vielleicht bedeutet das, wieder eine Reise zu unternehmen, eine Einladung anzunehmen oder sich beruflich etwas zuzutrauen. Vielleicht wünschen Sie sich einfach, morgens aufzuwachen, ohne bereits über mögliche Gefahren nachzudenken.

Angststörungen lassen sich häufig gut behandeln. Und manchmal zeigt sich ein wichtiger Fortschritt nicht daran, dass die Angst vollständig verschwunden ist, sondern daran, dass sie nicht mehr darüber bestimmt, wie Sie Ihr Leben gestalten.

Häufige Fragen zur Angststörung und Therapie

Was ist eine Angststörung?

Von einer Angststörung spricht man, wenn Ängste übermäßig stark sind, wiederholt oder anhaltend auftreten und den Alltag deutlich beeinträchtigen.

Welche Symptome deuten auf eine Angststörung hin?

Typische körperliche Symptome sind Herzrasen, Schwindel, Zittern, Atemnot, Druck auf der Brust, Magen-Darm-Beschwerden und Schlafstörungen. Hinzu kommen oft anhaltende Sorgen, innere Unruhe oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.

Was ist der Unterschied zwischen Panikstörung und Agoraphobie?

Bei einer Panikstörung treten wiederholt intensive Panikattacken auf. Agoraphobie bezeichnet die Vermeidung von Orten oder Situationen, aus denen eine Flucht schwer möglich erscheint – etwa öffentliche Verkehrsmittel oder große Menschenansammlungen. Beide können auch gemeinsam auftreten.

Was ist eine generalisierte Angststörung?

Bei einer generalisierten Angststörung stehen anhaltende, oft unspezifische Sorgen und Befürchtungen in vielen Lebensbereichen im Mittelpunkt – auch dann, wenn objektiv wenig Anlass zur Sorge besteht.

Wie läuft die Therapie bei Angststörung in Ihrer Praxis ab?

Die Therapie in meiner Praxis basiert auf kognitiver Verhaltenstherapie. Sie lernen, Ängste zu verstehen, zu hinterfragen und schrittweise abzubauen.

Kann eine Angststörung wieder verschwinden?

Angststörungen lassen sich mit kognitiver Verhaltenstherapie häufig gut behandeln. Viele Betroffene erleben eine deutliche Besserung und gewinnen ihren Handlungsspielraum zurück. Ziel ist dabei nicht, nie wieder Angst zu empfinden – Angst gehört zum Leben –, sondern selbst zu bestimmen, welchen Raum sie einnimmt.

Wie kann ich herausfinden, ob ich eine Angststörung habe?

Ein erster Schritt ist der Online-Selbsttest. Er gibt Hinweise, ersetzt aber keine fachliche Diagnostik durch eine Psychotherapeutin oder einen Arzt.

Ist die Behandlung auch per Video möglich?

Ja. Sitzungen können auch per Videosprechstunde stattfinden. Das kann hilfreich sein, wenn Ihnen der Weg in die Praxis zunächst schwerfällt. Auch das Erstgespräch kann online stattfinden.

Wer übernimmt die Kosten?

In der Regel übernehmen die private Krankenversicherung oder die Beihilfe die Kosten nach Antragstellung. Auch Selbstzahlung ist möglich. Einzelheiten finden Sie unter Ablauf und Kosten.

Psychotherapie bei Angststörungen in Berlin Mitte

In meiner Privatpraxis für Psychotherapie in Berlin Mitte am Gendarmenmarkt behandle ich Menschen mit unterschiedlichen Angststörungen, darunter Panikstörungen, Agoraphobie, soziale Phobien und generalisierte Angststörungen.

Grundlage meiner Arbeit ist die kognitive Verhaltenstherapie, ergänzt durch weitere therapeutische Ansätze. Gemeinsam schauen wir darauf, wodurch Ihre Ängste entstehen und bestehen bleiben und wie Sie wieder mehr Sicherheit und Handlungsspielraum gewinnen können.

Vielleicht sind Sie sich noch nicht sicher, ob Ihre Beschwerden tatsächlich auf eine Angststörung hindeuten. Auch das können wir im Rahmen einer psychotherapeutischen Diagnostik klären.

Eine erste Orientierung kann Ihnen auch der Online-Selbsttest bei Ängsten geben. Er ersetzt jedoch keine persönliche Diagnostik.

Sie möchten etwas verändern? Ich begleite Sie gern auf Ihrem Weg zu einem Alltag, in dem die Angst wieder weniger Raum einnimmt.

Therapie bei Ängsten in Berlin – kurzfristig freie Termine, in der Praxis oder per Onlinetherapie:
(030) 818 909 41 oder über das Kontaktformular.