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Wenn Krankheit das Leben verändert – Psychotherapie in Berlin Mitte

Narzissen aus Glas – Psychotherapie bei chronischer Erkrankung in Berlin Mitte, Privatpraxis Antje Mühle

Kurz erklärt: Eine schwere oder chronische Erkrankung, eine Behinderung oder eine plötzlich entstandene körperliche Einschränkung können das bisherige Leben grundlegend verändern. Wut, Trauer, Angst und Hilflosigkeit sind mögliche Reaktionen auf eine solche Veränderung. Psychotherapie kann dabei unterstützen, mit Verlusten, neuen Grenzen und einer unsicheren Zukunft umzugehen – und einen Weg in ein Leben zu finden, das sich wieder als das eigene anfühlt. Privatpraxis in Berlin Mitte am Gendarmenmarkt, auch per Videosprechstunde.

Wenn das bisherige Leben nicht mehr selbstverständlich ist

Manche Veränderungen kommen plötzlich. Ein Unfall, eine Querschnittslähmung oder der Verlust eines Körperteils können von einem Tag auf den anderen vieles infrage stellen. Andere entwickeln sich schleichend oder begleiten einen Menschen dauerhaft – etwa Multiple Sklerose (MS), ALS, Diabetes oder rheumatische Erkrankungen. Auch das Leben nach einer Organtransplantation bringt oft dauerhafte Veränderungen mit sich.

Vielleicht ist weiterhin vieles möglich, aber nicht mehr selbstverständlich. Der eigene Körper setzt andere Grenzen, Kräfte müssen neu eingeteilt und Pläne verändert werden. Manches, was früher zum eigenen Leben gehörte, ist vielleicht nicht mehr oder nur noch anders möglich.

Das kann Trauer auslösen, aber auch Wut: auf den eigenen Körper, auf die Erkrankung oder schlicht darauf, dass ausgerechnet das eigene Leben diese Wendung genommen hat. Auch Angst, Hilflosigkeit oder Neid auf Menschen, die scheinbar selbstverständlich tun können, was einem selbst nicht mehr möglich ist, dürfen dazugehören.

Zwischen Annehmen und Dagegenhalten

Eine lebensverändernde Erkrankung oder körperliche Einschränkung anzunehmen bedeutet nicht, sie gut finden oder sich mit allem abfinden zu müssen.

Vielleicht gibt es Tage, an denen Sie mit Ihrer Situation gut zurechtkommen – und andere, an denen Sie mit ihr hadern. Vielleicht möchten Sie kämpfen und möglichst viel von Ihrem bisherigen Leben bewahren. Vielleicht sind Sie erschöpft davon, immer wieder kämpfen zu müssen.

Auch widersprüchliche Gefühle haben ihren Platz. Dankbarkeit für das, was noch möglich ist, schließt Trauer über Verlorenes nicht aus. Hoffnung kann neben Angst bestehen. Und Wut muss nicht bedeuten, dass es Ihnen nicht gelingt, mit Ihrer Situation umzugehen.

In der Psychotherapie können wir gemeinsam schauen: Was kann ich verändern – und wie kann ich mit dem leben, was sich nicht verändern lässt?

Wenn die seelische Belastung immer größer wird

Nicht jede Traurigkeit nach einer schweren Diagnose ist eine Depression und nicht jede Sorge um die Zukunft eine Angststörung. Solche Gefühle können zunächst eine verständliche Reaktion auf eine außergewöhnliche Lebenssituation sein.

Manchmal werden sie jedoch stärker oder bleiben über längere Zeit bestehen. Aus Sorgen können Ängste entstehen, die den Alltag zunehmend einschränken. Niedergeschlagenheit und Rückzug können sich zu einer Depression entwickeln. Manche Menschen beginnen, ihren Körper ständig zu beobachten, sich immer wieder rückzuversichern oder bestimmte Situationen zu vermeiden. Auch Zwänge und ausgeprägte Krankheitsängste können entstehen.

Spätestens wenn die psychische Belastung zusätzlich zur körperlichen Erkrankung immer mehr Lebensraum nimmt, kann psychotherapeutische Unterstützung wichtig werden.

Wenn sich mehr verändert als der Körper

Eine schwere oder chronische Erkrankung betrifft häufig auch Beruf, Partnerschaft, Sexualität, Freundschaften und Zukunftspläne. Vielleicht verändert sich die eigene Rolle in der Familie. Selbstständigkeit, Leistungsfähigkeit oder das eigene Körperbild bekommen eine andere Bedeutung.

Manchmal kommt die Sorge hinzu, anderen zur Last zu fallen. Oder die Erfahrung, dass das Umfeld längst wieder Normalität erwartet, während für einen selbst nichts mehr selbstverständlich ist.

Psychotherapie bedeutet dabei nicht, Einschränkungen kleinzureden oder einer schwierigen Situation unbedingt etwas Positives abgewinnen zu müssen. Es darf um das gehen, was verloren gegangen ist – und ebenso um das, was weiterhin möglich und wichtig ist.

Wie kann Psychotherapie bei lebensverändernden Erkrankungen helfen?

Es gibt keinen richtigen Weg, mit einer solchen Veränderung umzugehen. Entscheidend ist, was die Erkrankung oder körperliche Einschränkung für Sie und Ihr Leben bedeutet.

In der Therapie können Angst, Wut, Trauer und Hilflosigkeit ausgesprochen werden, ohne dass sie bewertet oder vorschnell verändert werden müssen. Gleichzeitig können wir daran arbeiten, wenn Ängste, depressive Gedanken, Rückzug oder zwanghafte Verhaltensweisen beginnen, Ihr Leben zusätzlich einzuschränken.

Vielleicht geht es auch darum, neue Grenzen anzunehmen, Beziehungen neu zu gestalten oder herauszufinden, was Ihnen unter veränderten Bedingungen wichtig ist.

Grundlage meiner Arbeit ist die Verhaltenstherapie, ergänzt durch weitere therapeutische Ansätze. Gemeinsam schauen wir, wo Sie gerade stehen und was Sie benötigen.

Unterstützung in unterschiedlichen Situationen

Nach einer plötzlichen Veränderung

Wenn ein Unfall, eine Amputation, eine Querschnittslähmung oder eine andere körperliche Veränderung das bisherige Leben unerwartet unterbricht.

Bei einer fortschreitenden Erkrankung

Wenn die Ungewissheit über die weitere Entwicklung, neue Einschränkungen oder der mögliche Verlust von Fähigkeiten Angst machen.

Bei einer chronischen Erkrankung

Wenn eine Erkrankung wie MS, Diabetes oder Rheuma dauerhaft berücksichtigt werden muss und immer wieder Einfluss auf Alltag und Lebensplanung nimmt.

Wenn die Seele zunehmend mitbetroffen ist

Wenn Ängste, depressive Symptome, Zwänge, Rückzug oder anhaltendes Grübeln zusätzlich zur körperlichen Belastung immer mehr Raum einnehmen.

Häufige Fragen zur Psychotherapie bei chronischer Erkrankung

Sind Trauer, Wut und Angst nach einer schweren Diagnose normal?

Eine lebensverändernde Diagnose oder körperliche Einschränkung kann sehr unterschiedliche Gefühle auslösen. Trauer, Wut, Angst und Hilflosigkeit können nachvollziehbare Reaktionen auf das sein, was sich im eigenen Leben verändert hat. Entscheidend ist weniger, ob diese Gefühle auftreten, sondern wie sehr und wie dauerhaft sie Ihr Leben bestimmen.

Kann sich durch eine körperliche Erkrankung auch eine psychische Erkrankung entwickeln?

Ja. Anhaltende Belastung, Verlusterfahrungen, Schmerzen, Einschränkungen und Zukunftsängste können die Entstehung psychischer Erkrankungen begünstigen. Dazu gehören insbesondere Depressionen und Angststörungen, aber auch Zwangssymptome oder ausgeprägte Krankheitsängste können auftreten.

Bei welchen Erkrankungen oder Einschränkungen ist eine Begleitung möglich?

Die Behandlung ist nicht auf bestimmte Diagnosen beschränkt. Dazu können beispielsweise Multiple Sklerose (MS), ALS, Diabetes oder rheumatische Erkrankungen ebenso gehören wie eine Organtransplantation, eine Querschnittslähmung, Amputation oder andere bleibende körperliche Folgen eines Unfalls oder einer Erkrankung. Für Menschen mit einer Krebserkrankung biete ich außerdem psychoonkologische Psychotherapie an.

Kann Psychotherapie die körperliche Erkrankung beeinflussen?

Psychotherapie ersetzt keine medizinische Behandlung. Sie kann jedoch dabei helfen, mit den seelischen Folgen einer Erkrankung, mit Verlusten und Veränderungen umzugehen und psychische Folgeerkrankungen zu behandeln.

Ist die Behandlung auch per Video möglich?

Ja. Wenn der Weg in meine Praxis aufgrund Ihrer Erkrankung oder körperlichen Einschränkung schwierig ist, können Sitzungen auch per Videosprechstunde stattfinden.

Wer übernimmt die Kosten?

In der Regel übernehmen die private Krankenversicherung oder die Beihilfe die Kosten nach Antragstellung. Auch Selbstzahlung ist möglich. Einzelheiten finden Sie unter Ablauf und Kosten.

Psychotherapie bei lebensverändernden Erkrankungen in Berlin Mitte

In meiner Praxis für Psychotherapie in Berlin Mitte am Gendarmenmarkt begleite ich Erwachsene, deren Leben sich durch eine schwere oder chronische Erkrankung oder eine körperliche Einschränkung verändert hat.

Sie können mit dem zu mir kommen, was Sie gerade beschäftigt – mit Ihrer Angst ebenso wie mit Ihrer Wut, Ihrer Traurigkeit, Ihrer Erschöpfung oder der Frage, wie Sie Ihr Leben unter veränderten Bedingungen gestalten möchten.

In einem ersten Gespräch schauen wir gemeinsam, wo Sie gerade stehen und was Ihnen helfen könnte.

Das Leben ist vielleicht nicht mehr dasselbe. Aber es kann wieder zu Ihrem Leben werden.

Psychotherapie bei lebensverändernden Erkrankungen in Berlin Mitte – Termin bei Psychotherapeutin Antje Mühle vereinbaren, in der Praxis oder per Videosprechstunde:
(030) 818 909 41 oder über das Kontaktformular.